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„In Amersfoort fühle ich mich bestens aufgehoben“

Liebherr Niederlande ist nun schon seit 35 Jahren in Amersfoort etabliert, im Herzen der Region Utrecht, die eine der wettbewerbsfähigsten Regionen Europas darstellt. Der niederländische Standort der deutschen Firma liegt im Firmenpark De Hoef in Amersfoort und ist ein wichtiges Drehkreuz in der internationalen Welt mobiler Krane. Während die Produktion von Mobil- und Raupenkranen im Württembergischen Ehingen stattfindet, wird der Vertrieb und der komplette Service für Kranvermieter in Amersfoort abgewickelt. Für den niederländischen Markt ist die zentrale Lage Amersfoorts ein großer Vorteil. Daher kommt eine Standortverlegung für Direktor Han Rekers erst gar nicht infrage: „Man nehme eine Landkarte, setze eine Pinnnadel auf den zentralsten Punkt der Niederlande und kommt in Amersfoort raus.”

Han Rekers - Liebherr-01

Sie fallen beim Eintreten direkt ins Auge: Im Büro von Rekers stehen an beiden Seiten des Konferenztisches beeindruckende Hebekrane. Schwere Kolosse, die kaum zu bewegen sind. Sobald Rekers Blick daran hängen bleibt, fängt er jungenhaft an zu grinsen. „Ich liebe Spielzeug für große Jungs! Das ist tragfähige, robuste Technik. Wenn ich so einen Koloss sehe, denke ich: Wow! Und die sind noch von der kleineren Sorte. Es gibt nämlich auch welche, die passen wegen der Größe erst gar nicht in dieses Büro.”

Willkommen bei Liebherr Niederlande. Das Unternehmen bedient zwischenzeitlich mehr als 50 Prozent des niederländischen Marktes. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass diese Niederlassung einen wichtigen Standort des Unternehmens darstellt. Liebherr ist ein breit aufgestellter Betrieb mit weltweit rund 42.000 Mitarbeitern in circa 140 Liebherr Niederlassungen. Die Produktpalette erstreckt sich von Kühl- und Gefrierschränken über Planierraupen bis hin zu Motoren, Flugzeugkomponenten und maschinellen Einheiten für beispielsweise Windmühlen.

Mechatronik vom Feinsten

Hier in Amersfoort bereiten 20 Monteure Hebekrane zur Auslieferung beim Kunden vor. Es ist Mechatronik vom Feinsten, die sie täglich verrichten; ein komplexes Zusammenspiel aus Elektrotechnik, Werkzeugbau, Mess- und Regelungstechnik. Daneben kommt es immer auf den besten Kundenservice an, sagt Rekers. „Abgesehen von unseren Produkten ist das unsere große Stärke. Und darauf achte ich auch stets. Irgendetwas kann immer passieren, aber dann müssen wir  direkt vor Ort sein. Ich sage immer: Der Kran muss laufen, der Kunde darf nicht stillstehen. Das bekannte Kranunternehmen Mammoet ist zum Beispiel ein großer Kunde von uns. Wir wollen ihm ausschließlich den besten Service bieten. Denn dafür stehen wir mit Liebherr weltweit, dafür sind wir bekannt. Ob in Japan oder in Russland, Liebherrs Mitarbeiter sind entweder vor Ort oder reisen zum Kunden, wann immer es nötig ist. Diese Einstellung bedeutet allerdings, dass unsere Monteure manchmal auch zu weniger attraktiven Arbeitszeiten aktiv werden müssen. Wir streben danach, unseren Mitarbeitern auch Raum für ihre persönlichen Situationen und individuellen Bedürfnisse zu geben. Das ist eine meiner größten Herausforderungen als Firmendirektor. Wir möchten ein familiäres Zusammengehörigkeitsgefühl aufbauen, und das geht nur, wenn sich jeder Einzelne als Individuum wahrgenommen fühlt. Verständnis füreinander zu haben führt letztendlich dazu, dass Menschen sich langfristig an das Unternehmen binden wollen.”

Gutes Personal

Mit diesem Charakter passt Liebherr Niederlande schon 35 Jahre lang gut in die außerordentlich wettbewerbsfähige Region Amersfoorts, in der die verschiedensten Branchen eng zusammenarbeiten. Zusätzlich steht hier regionales, qualitativ hochwertiges Personal zur Verfügung. „Unsere Monteure stammen hauptsächlich aus dieser Region. An Orten wie Nijkerk und Barneveld wachsen die Menschen auf dem Land auf. Dort hat man Platz  und Gelegenheit sich mit großen Maschinen auseinander zu setzen oder an Motoren zu schrauben. Ich habe das früher auch getan. Als ich 14 Jahre alt war hatte ich zum Beispiel ein Motorcrossauto. Da bekommt man schnell ein Gefühl für robuste Technik und Mechanik. Darum fühlt sich das hier auch natürlich für mich an”, sagt Rekers.

Han Rekers - Liebherr-08

Zentrale Lage

Daneben schwärmt der Betrieb von der zentralen Lage Amersfoorts, denn dies ist ein großer Vorteil beim Bedienen des niederländischen Marktes. Rekers: „Wenn es eine Stadt gibt, die in der Mitte von Holland liegt, dann ist das Amersfoort. Man nehme eine Landkarte, setze eine Pinnnadel auf den zentralsten Punkt der Niederlande und kommt in Amersfoort raus. Da kommt man einfach nicht umhin. Unsere Kunden schätzen die zentrale Lage und die einfache Erreichbarkeit. Wir müssen uns beim Kunden wirklich nie entschuldigen, dass wir zu weit weg sind.”

Zweimal im Monat reist Rekers zur Produktionsstätte nach Deutschland und wieder zurück. Dank der guten Anbindung Amersfoorts lässt sich dies prima gestalten. Rekers: „Ich selbst fliege regelmäßig. Wenn ich das Auto nehme bin ich tagsüber in 40 Minuten am Flughafen Schiphol. Aber es gibt auch sehr gute, schnelle Zugverbindungen zwischen Deutschland und Amersfoort. Auch mit dem Auto  kann man von Deutschland aus super über die A12 und die A1 nach Amersfoort fahren. Bis Amersfoort kommt man gut auf den Straßen voran. Die meisten Staus befinden sich erst westlich von Amersfoort.”

Der Kontakt, den Rekers mit der Gemeinde Amersfoort hat, ist gut. Letztes Jahr nahm er an einer von der Gemeinde und der deutsch-niederländischen Handelskammer organisierten Busreise nach Bielefeld zum Werk von Dr. Oetker teil. Dort konnten deutsche Unternehmen, die an einem Standort in Amersfoort interessiert sind, im Rahmen eines Round-Table-Gesprächs Fragen über Unternehmen in den Niederlanden und Amersfoort stellen. Rekers konnte den Standort seiner Niederlassung in der wettbewerbsfähigsten Region Europas nur empfehlen: „In Amersfoort fühle ich mich bestens aufgehoben, und darüber bin ich sehr froh.”

Han Rekers - Liebherr-04